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Alan Gratz

Amy und die geheime Bibliothek

Ab 9 Jahren

Was tun, wenn „Harry Potter“ und „Alice im Wunderland“ verboten werden?
Ein Buch über die Macht und Bedeutung von Büchern.

Inhalt:

Amy liebt Bücher und das Lesen.
Doch eines Tages wird ihr Lieblingsbuch aus der Schulbibliothek verbannt – angeblich sei es ungeeignet für Grundschüler, weil respektlos und unmoralisch.
Die sonst eher zurückhaltende Amy ist empört: Ihr Lieblingsbuch ist ein tolles Buch und jeder sollte die Möglichkeit haben, es ausleihen und lesen zu können.
Als immer mehr Bücher aus den Regalen verschwinden, eröffnet Amy kurzerhand die G.S.B., die Geheime Schließfach-Bibliothek.
Und gemeinsam schmieden Amy und ihre Freunde einen Plan, um sich gegen die Bücherverbannung zur Wehr zu setzen.
Denn niemand soll ihnen vorschreiben, welche Bücher sie lesen dürfen und welche nicht!

Der Autor:

Bücher- und Menschenfreund: ALAN GRATZ wurde 1972 in Knoxville, Tennessee geboren und lebt heute mit seiner Frau und Tochter in North Carolina.
Er studierte an der University of Tennessee Kreatives Schreiben und Englisch auf Lehramt. Schon als Kind wollte er Schriftsteller werden und gab diesen Traum nie auf.
Nach zehn Jahren harten Bemühens und über 60 Absagebriefen veröffentlichte er seinen Debütroman „Samurai Shortstop“.
Mittlerweile hat Alan Gratz weit über ein Dutzend Bücher geschrieben und ist mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Sydney Taylor Book Award, dem National Jewish Book Award und dem Cybils Middle Grade Fiction Award.
Neben seinen Romanen für Kinder und junge Erwachsene schreibt Gratz auch Artikel für Zeitschriften, Werbedrehbücher und Theaterstücke.

Rezension

Amy ist eine Leseratte, die ständig und überall liest. Am liebsten zieht sie sich in die Schulbibliothek zurück und widmet sich dort ihren geliebten Büchern. Amy erfindet daheim ständig Ausreden, um in die Bibliothek gehen zu können, weil sie in ihrem chaotischen Zuhause nicht die Ruhe findet, um zu lesen.  Ihre zwei kleinen Schwestern, ein Vater, der ständig Opern hört und die rund um die Uhr telefonierende Mutter treiben Amy so oft wie möglich an ihren Lieblingsort: die Schulbibliothek.

Eines Tages muss Amy von der Schulbibliothekarin erfahren, dass ihr absolutes Lieblingsbuch aus der Schulbibliothek verbannt wurde. Und nicht nur das: auch viele andere Bücher wurden aus den Regalen genommen.

Mrs. Spencer, eine Mutter aus Amys Schule und in so ziemlich jedem Vereinsvorstand der Stadt vertreten, ist überzeugt davon, dass all diese Bücher einen schlechten Einfluss auf die Kinder haben. Mehr noch: sie animieren die Kinder zu Lügen, Diebstahl und respektlosem Verhalten. Mrs. Spencer macht deshalb ihren Einfluss auf den Schulausschuss geltend und lässt die von ihr kritisierten Bücher nach und nach aus der Schulbibliothek verbannen.

Amy, die zwar die Schulbibliothekarin Mrs. Jones auf ihrer Seite hat, soll vor dem Schulausschuss ein Plädoyer halten, bekommt dort aber kein Wort heraus.

Es dauert eine Weile, bis Amy mit Hilfe vieler guter Freunde endlich gegen die Bücherverbannung vorgeht. Der Kampf beginnt erst still und leise, indem sich die Freunde gegenseitig die verbotenen Bücher ausleihen. Dann wird der Widerstand immer deutlicher. Eines Tages verkündet Amy im Fernsehen, dass nur die Eltern zu entscheiden haben, welche Bücher ihre Kinder lesen dürfen und alle Bücher für jedermann frei zugänglich zu sein haben.

Die verbannten Bücher werden wieder zurück in die Regale gestellt.

Amy und die geheime Bibliothek ist ein Statement für die Freiheit und gleichzeitig ein einfühlsamer Kinderroman, der die Entwicklung eines jungen Mädchens aufzeigt, das lernt, endlich seine Stimme zu erheben und sich nicht unterkriegen zu lassen.

Lesen ist Abenteuer im Kopf.